Robert Parker

Robert Parker wurde 1947 in Baltimore (USA) geboren und ist studierter Jurist. Sein grösstes Hobby war der Wein und bereits früh hatten es ihm die französischen Gewächse aus dem Bordeaux und der Rhône angetan. Er begann damit, seine Eindrücke in seinem Wein-Newsletter „The Wine Advocate“ für Freunde und Bekannte fest zu halten. Nachdem dieser Newsletter immer mehr Abnehmer fand, beschloss er 1978 diesen zu seinem Hauptjob zu machen. Jurist Parker sah sich als Verbraucheranwalt, der seinen Lesern Hilfestellung beim Weinkauf bietet.

Parker-Punkte sind heute die weltweit wichtigste „Währung“ in der Weinbranche, der Einfluss Parkers auf den Weinmarkt ist immens. Parker schrieb elf Bücher über Wein, die alle Bestseller wurden. Parker bewertet die Weine nach dem 100-Punkte-System.

Das Bewertungssystem von Robert Parker:
96 bis 100 Punkte: ausserordentliche Weine
90 bis 95 Punkte: hervorragende Weine
80 bis 89 Punkte: überdurchschnittlich bis sehr gute Weine
70 bis 79 Punkte: durchschnittliche Weine
50 bis 69 Punkte: schlechte bis unterdurchschnittliche Weine

Wine Spectator

Der Wine Spectator gilt als das international renommierteste Wein-Magazin. Das Magazin hat seinen Sitz in New York und erscheint seit 1976. Aktuell erscheint der Wine Spectator 15 mal im Jahr und bewertet dabei mehrere tausend Weine. Neben der Bewertung, informiert das Magazin mit Reportagen auch über ganzen Regionen oder bespricht die aktuellen Jahrgänge in verschiedenen Weinbaugebieten im Detail.

Grosse Aufmerksamkeit in der Weinwelt erhält die jährlich erscheinende Liste der Top 100 Weine. Die Bedeutung dieser Rangliste ist so gross, dass sich die Preise einzelner Weine auf der Top 100 Liste nach deren Veröffentlichung verdoppeln können.
Der Wine Spectator bewertet die Weine nach dem 100-Punkte-System.

 

Das Bewertungssystem des Wine Spectator:
95-100 Punkte: Klassiker; grossartige Weine
90-94 Punkte: Aussergewöhnliche Weine mit perfektem Charakter und Stil
85-89 Punkte: sehr gute Weine
80-84 Punkte: gute gemachte, solide Weine
70-79 Punkte: durchschnittliche Weine
unter 70 Punkte: nicht empfehlenswert

Gambero Rosso

Durch den Gambero Rosso werden ausschliesslich italienischer Weine bewertet und er ist sicherlich der bekannteste Weinführer in Italien. Gambero Rosso bedeutet in der Übersetzung „roter Krebs“. Das Organ des Gambero Rosso ist der jährlich erscheinende Weinführer „Vini d’Italia“. Dafür werden immer um 18‘000 Weine von mehr als 2‘000 Weingütern von unabhängigen und meist auch namentlich nicht publizierten Experten bewertet. Der „Vini d’Italia“ erschien erstmals 1988 und die Bewertung erfolgt in Form von ein bis drei verschieden farbigen Gläsern.

Das Bewertungssystem des Gambero Rosso:
3 rote Gläser: Spitzenweine und somit die Höchstnote für italienische Weine
2 rote Gläser: sehr gute Weine, plus Teilnehmer an den Schlussdegustationen zu den 3 Gläsern für das kommende Jahr
2 schwarze Gläser: sehr gute Weine
1 rotes Glas: gute Weine

Bei einer Auszeichnung von mehr als zehn 3 Gläser-Auszeichnungen erhält der Produzent den Gambero Rosso Stern.

Falstaff

Ursprünglich ist der Falstaff ein österreichisches Gourmetjournal und wurde 1980 gegründet. Über die Jahre hinweg erlangte der Falstaff durch seine profunden Weinbesprechungen und auch Bewertungen immer mehr Aufmerksamkeit in der Weinwelt. Unterdessen besteht eine Datenbank mit über 30‘000 Degustations-Notizen und Bewertungen. Neben dem Genussmagazin erscheinen im Falstaff Verlag Restaurantführer, Weinguides, ein Hotelguide sowie ein Bar- und Spiritsguide. Der Falstaff Weinguide konzentriert sich sehr stark auf Weine aus Österreich, Deutschland und auch Norditalien.

Die Weine werden nach dem 100-Punkte-System bewertet.

 

Das Bewertungssystem des Falstaff:
100 Punkte: nicht zu übertreffen
95-99 Punkte: absolute Weltklasse
90-94 Punkte: ausgezeichneter Wein, unter den Besten des Jahrgangs
85-89 Punkte: gut bis sehr gut
Unter 85 Punkte wird nicht publiziert

James Suckling

Der Amerikaner James Suckling ist ein erfahrener Weinjournalist und bekennender Zigarren-Liebhaber. Er gründete die Europa-Niederlassung des Wein Spectator und leitete diese während 30 Jahren. In dieser Zeit lebte er in Paris, London und schliesslich der Toskana. Unterdessen hat er sich selbständig gemacht und betreibt eine eigene Webseite, auf der er seine Weinbeschreibungen und Bewertungen publiziert. Er schreibt verschiedene Weinkolumnen und ist als Gastautor in verschiedenen Weinmagazinen sehr gefragt. Seine Spezialgebiete sind das Bordeaux und Weine aus Italien.

Suckling bewertet mit der 100-Punkte-Skala.

Das Bewertungssystem von James Suckling:
95 Punkte oder mehr: ein Muss zum kaufen
90 Punkte oder mehr: hervorragender Kauf
85-89 Punkte: kaufen lohnt sich
Unter 85 Punkte wird nicht publiziert

Vinum

Vinum ist das bedeutendste deutschsprachige Weinmagazin. Es wurde 1980 gegründet und erscheint zehn Mal jährlich mit einer Auflage von 140'000 Exemplaren. Schwerpunkte sind die wichtigen Weinbauregionen Europas Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien, Österreich und die Schweiz. Jede Ausgabe umfasst eine ausführliche Bewertung von Weinen einzelner Weinregionen. Zu dem Hauptheft erscheinen regelmässig Beilagen, die jeweils einem Interessengebiet gewidmet sind.

Vinum bewertet mit der 20-Punte-Skala, wobei Vinum dafür bekannt ist, eher tief zu bewerten, resp. sehr vorsichtig mit Superlativen umgeht. So werden 19 Punkte sehr selten vergeben und 20 Punkte praktisch nie.

Das Bewertungssystem von Vinum:
19 und 20 Punkte: unerreicht
18 Punkte: einsame Klasse
17 Punkte: aussergewöhnlich
16 Punkte: beeindruckend
15 Punkte: rundweg gut
14 Punkte: verdient Beachtung
13 Punkte: korrekter Wein